
Buena Vista Winery, Sonoma Valley
Das zweite Weintal westlich des Napa Valley ist das
Sonoma Valley. Von Vacaville aus, wo ich übernachtet habe, fahre ich zunächst nochmal auf dem Highway 29 ein Stück ins Napa Valley hinein, und biege kurz vor Oakville in den “Oakville Grade” ein. Diese schmale, zum Teil unglaublich steile und kurvige Verbindungsstraße bringt mich auf den Highway 12, der die Hauptstraße durch das Sonoma Valley bildet. Im Vergleich zum Napa Valley fällt auf, daß das Sonoma Valley bei weitem nicht so touristisiert wirkt. Auch die Weinkellereien liegen nicht unmittelbar neben der Straße, sondern man muß etwas längere Fahrten auf sich nehmen, um die teilweise abgelegenen Weingüter zu erreichen. Dafür wird man dort auch sehr herzlich begrüßt – und die Weinproben gibt es in aller Regel sogar umsonst!

Highway 1, nördlich von San Francisco
Für einen Besuch habe ich mir die
Buena Vista Winery ausgesucht. 1857 hatte der ungarische Graf Agoston Haraszthy am Stadtrand von Sonoma das heute älteste kalifornische Weingut gegründet. Unter den exzellenten Proben findet sich sogar ein einheimischer Gewürztraminer, und das Personal ist auch gut drauf. Bernie, der sich um die Füllung meines Probierglases kümmert, gibt seinen einzigen deutschen Satz zum Besten: “Ich muss noch meine Hausarbeiten machen” … (!)

Muir Woods National Monument
Nach diesem Abstecher wird es allmählich Zeit zur Weiterfahrt in Richtung Highway 1 an der Pazifikküste. Der Weg führt über die kleinen Ortschaften Petaluma und Tomales, und da ist sie dann wieder: diese schmale und kurvige Strecke, die zum Teil direkt am Pazifik entlang führt und viele wunderschöne Ausblicke garantiert.
Etwa 25 km nördlich von San Francisco liegt das Muir Woods National Monument, ein mehr als 200 ha großes Waldgebiet von Redwood-Bäumen, die zwischen 400 und 800 Jahre alt sind und bis über 70m in den Himmel aufragen. Hitchcock-Fans kennen diesen Ort als Schauplatz einer Schlüsselszene des Films Vertigo. Am Redwood Creek entlang kann man hier im Schatten der ehrwürdigen Baumriesen einen Spaziergang machen. Selbst an sonnigen Tagen wie heute dringt nicht allzu viel Licht durch die Baumkronen, und an den wenigen Lichtungen ergeben sich sehr reizvolle Fotomotive.

Blick vom Vista Point, San Francisco
Nun ist auch der Kreis dieser Rundreise kurz davor, sich zu schließen. Bei Marin City führt der Highway 1 in den US-Highway 101, der in südlicher Richtung geradewegs auf die
Golden Gate Bridge zu führt. Auf den letzten Kilometern vor der Brücke staut sich der Verkehr – das sind wohl die Städter, die vom Sonntagsausflug zurückkehren. Kurz vor der letzten Rechtskurve, mit der man auf die Brücke gelangt, befindet sich die Ausfahrt zum
Vista Point, dem berühmten Aussichtspunkt nördlich von San Francisco, auf dem man den unvergleichlichen Blick auf die Stadt mit der Golden Gate Bridge im Vordergrund hat. Das Glück ist auf meiner Seite, denn just zu dem Zeitpunkt, als ich hier ankomme, herrscht die eher seltene Wetterlage, die keinen Nebel, sondern stattdessen eine hervorragende Fernsicht bietet. Und so nutze ich dankbar die Gelegenheit, von verschiedenen Positionen aus diese einzigartige Aussicht mit meiner Kamera festzuhalten.
Danach fahre ich über die Brücke (3$ Maut in Nord-Süd-Richtung) und durch die Stadt nach South San Francisco, wo ich für die letzten beiden Nächte ein Quartier in der Nähe des Flughafens beziehe.
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bis zu 29°C; an der Küste z.T. stark windig
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98 mi. / 158 km
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Howard Johnson, South San Francisco
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