permalink

0

Kalifornien 2001, 10. Tag: Sacramento – Napa Valley – Vacaville

Für den heutigen Vormittag habe ich mir einen Besuch in Old Sacramento vorgenommen. Am Westrand des Stadtzentrums, zwischen Interstate 5 und Sacramento River, sind die Straßenzüge zwischen der I und M Street sowie der 2nd und Front Street im Stil der Jahre 1849 bis 1870 wiederhergestellt worden – komplett mit Kopfsteinpflaster, Pferdekutschen und Dampflokomotiven. Im Vergleich zu dem eher abstoßenden Eindruck, den einige Ecken der Innenstadt am gestrigen Abend auf mich gemacht haben, ist es hier wirklich sehr nett. Natürlich ist es im Endeffekt so etwas wie eine “Touristenfalle”, aber das alles vor einer wirklich fotogenen Kulisse, und präsentiert mit der typisch amerikanischen Begeisterung für alles, was auch nur einen entfernten Bezug zur eigenen Geschichte hat.

Danach gehe ich entlang der K Street Mall nochmals kurz durch Downtown. Die Orientierung in Sacramento ist übrigens denkbar einfach: von Nord nach Süd sind die Straßen durchnumeriert; von West nach Ost tragen sie die Buchstaben A bis X.

 
Damit endet mein Besuch in der kalifornischen Hauptstadt, und ich mache mich auf den Weg in Richtung Napa Valley, dem bekanntesten kalifornischen Weinanbaugebiet. Von Sacramento aus nimmt man dazu den Interstate 80 bis Fairfield, und von dort geht es auf dem CA-12 West auf den Highway 29, der die Hauptverkehrsader durch das Napa Valley bildet.

In Downtown Napa hole ich mir im Visitor Center Informationsmaterial, und fahre dann weiter auf dem Highway 29 bis Rutherford. Mittlerweile reiht sich Weingut an Weingut, und ich entschließe mich, einfach das nächstbeste zu besuchen, zu dem die meisten Autos vor mir abbiegen, und auf dessen Parkplatz ich viele Autos stehen sehe. Dabei handelt es sich um die Beaulieu Winery (der Amerikaner spricht “Bow-Lijuh”), die, wie ich später herausfinde, seit Jahrzehnten eine Art offizieller Lieferant für die amerikanischen Präsidenten ist. Gleich zur Begrüßung bekomme ich ein Probierglas Chardonnay in die Hand gedrückt, und während der 5$ teuren Weinprobe habe ich die Gelegenheit, vier weitere Weinsorten und einen Schluck kalifornischen Portwein zu versuchen. Außerdem ist noch eine Führung durch die Weinkeller inbegriffen, und am Ende des Rundganges gelingt es mir, der Tourbegleiterin zwei Probiergläser mit dem Kellereilogo als Souvenir abzuschwatzen.

Für das heutige Motel muss ich dann wieder in Richtung Interstate 80 zurückfahren. Die Unterkünfte im Napa Valley sind entweder belegt oder sündhaft teuer, zumal am heutigen Samstag auch noch der Wochenendzuschlag gilt. Ein sehr interessanter Laden in der Nähe meines Motels ist Trader Joe’s, eine kleine Supermarktkette, die durch ihr Sortiment aus naturnah produzierten und international ausgewählten Artikeln gefällt.

Das Wetter morgens 15°C; tagsüber leicht bewölkt, bis zu 32°C
Tagesstrecke 126 mi. / 203 km
Übernachtung Royal Motel, Vacaville

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*